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Die Kunst der Harmonie zwischen Körper und Geist

Shaolin Kung-Fu

„Alles Kung-Fu kommt ursprünglich aus dem Shaolin Tempel", sagt man in China.

Shaolin Kung-Fu — auch bekannt als Shaolin Wushu — ist eine der traditionsreichsten und vielseitigsten chinesischen Kampfkünste. Wer ins Training einsteigt, baut zunächst seine körperliche Grundlage auf: Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination. Mit der Zeit verschmelzen diese körperlichen Fähigkeiten mit Konzentration und mentaler Klarheit zu dem, was Shaolin-Meister seit Jahrhunderten lehren — der harmonischen Einheit von Körper und Geist.

Bei uns trainierst du direkt aus der Quelle: Großmeister Shi Yan Bing ist Shaolin-Mönch der 34. Generation und vermittelt das authentische System, wie es im Shaolin-Tempel bis heute praktiziert wird.

Shaolin Kung-Fu

Ganzheitliches Training

Stärkt Körper, Geist und Charakter gleichermaßen.

Selbstvertrauen

Du wirst körperlich stärker und mental fokussierter — Schritt für Schritt.

Technik-Vielfalt

Stände, Schritte, Schläge, Tritte, Akrobatik, Formen, Waffen — kein Tag ist wie der andere.

Gemeinschaft

Werde Teil einer unterstützenden und motivierenden Trainingsgruppe.

Für wen ist Shaolin Kung-Fu geeignet?

Unser Shaolin-Kung-Fu-Training ist für alle Altersstufen und Erfahrungsstufen offen — vom Einsteiger ohne jede Vorerfahrung bis zur Praktikerin mit Jahrzehnten Kampfkunst-Hintergrund. Ob du gerade die Sportkleidung neu kaufst oder schon seit Jahren in einer anderen Kampfkunst zu Hause bist: Unsere Trainer und Meister holen dich auf deinem Niveau ab und führen dich Schritt für Schritt weiter.

Was du im Training lernst

Shaolin Kung-Fu ist ein komplettes Kampfkunst-System. Anfänger beginnen mit den Wu Bu — den fünf grundlegenden Ständen — und einfachen Schritt-, Schlag- und Trittkombinationen. Daraus entstehen erste kurze Formen wie das Wu Bu Quan oder das Shi San Quan. Mit der Zeit kommen längere Faustformen, Akrobatik-Elemente, Partnerübungen und schließlich auch Waffenformen dazu.

Eine typische Trainingsstunde mischt Konditions-, Technik- und Form-Anteile: Du wärmst dich auf, baust Beweglichkeit und Beinkraft auf, übst einzelne Techniken und arbeitest am Ende an einer Form oder Anwendung. Dadurch trainiert jede Stunde Kondition, Koordination und Konzentration zugleich.

Direkt, kampforientiert — und doch friedlich

Shaolin Kung-Fu ist eine echte Kampfkunst: Die Bewegungen sind funktional, kraftvoll und unmittelbar. Die Faust wird auf gerader Linie geführt, Tritte gehen tief und stabil aus dem Stand. Doch das Ziel ist nicht der Kampf — sondern die Selbstkontrolle.

Im traditionellen Sinne dient Shaolin Kung-Fu nicht dem Angriff, sondern der Selbstverteidigung und dem Schutz. Wer die Techniken beherrscht, lernt zugleich, sie nicht einzusetzen. Genau diese innere Haltung — die Vereinigung von Können und Zurückhaltung — ist das Kernmerkmal des Shaolin-Wegs.

Die sechs Harmonien (Liu He)

Im Shaolin Kung-Fu sprechen wir von den sechs Harmonien — drei äußeren und drei inneren. Sie sind das Fundament jeder sauberen Bewegung:

Äußere Harmonien:

  • Hand und Fuß bewegen sich aufeinander abgestimmt
  • Ellenbogen und Knie unterstützen einander
  • Schulter und Hüfte arbeiten zusammen

Innere Harmonien:

  • Herz und Geist sind eins
  • Geist und Atem (Qi) folgen einander
  • Atem und Kraft (Jin) bilden eine Einheit

Diese Harmonien klingen abstrakt, werden im Training aber konkret erlebbar — sobald du eine Form mit voller Aufmerksamkeit und ruhigem Atem läufst, spürst du sie.

Traditionelle Waffenkunst

Ein faszinierender Bestandteil des Shaolin Kung-Fu ist das Erlernen traditioneller chinesischer Waffen. Im Verein üben wir unter anderem den Langstab (Gun), das gerade Schwert (Jian), den Säbel (Dao), den Speer (Qiang) und Sonderwaffen wie den Damo Zhang (Bodhidharma-Stab).

Waffenformen schulen Präzision, Distanzgefühl und Konzentration auf eine Weise, wie es allein mit dem Körper kaum möglich ist. Eingestiegen wird in der Regel nach den ersten Monaten Grundlagentraining — Anfänger müssen sich keine Sorgen machen, mit dem Schwert überfordert zu werden.

Vertiefung in Workshops und Reisen

Neben dem regulären Training bieten wir über das Jahr verteilt Workshops zu speziellen Themen an — von einzelnen Faust- und Waffenformen bis zu Tuina-Techniken. Diese Tage sind auch für Nicht-Mitglieder offen.

Darüber hinaus organisieren wir regelmäßig Reisen, Ausflüge und besondere Events, bei denen die Gemeinschaft zusammenkommt und das Training in einem neuen Rahmen erlebt wird.

Häufige Fragen zum Shaolin-Kung-Fu-Training

Bin ich zu alt, um mit Shaolin Kung-Fu anzufangen?

Nein. Bei uns trainieren Menschen von 14 bis 70+. Shaolin Kung-Fu ist erstaunlich anpassbar: Jede Übung hat eine sanftere und eine fordernde Variante. Du entscheidest selbst, wie weit du gehst — Akrobatik-Elemente sind zum Beispiel optional und kein Bestandteil, den du können musst. Wer fitter ist, geht tiefer in die Stände und schneller in die Formen; wer ruhiger einsteigt, baut Schritt für Schritt seine Grundlagen auf. Komm einfach zum Probetraining vorbei und schau es dir an.

Brauche ich sportliche Vorerfahrung?

Nein. Im Gegenteil — Shaolin Kung-Fu eignet sich hervorragend, um eine sportliche Grundlage von Grund auf aufzubauen. Du wirst kontinuierlich beweglicher, kräftiger und ausdauernder, ohne dass du am ersten Tag schon gelenkig sein müsstest.

Wie unterscheidet sich Shaolin Kung-Fu von Karate, Judo oder Taekwondo?

Karate, Judo und Taekwondo sind japanische bzw. koreanische Kampfkünste, die — historisch betrachtet — zumeist auf chinesische Wurzeln zurückgehen. Shaolin Kung-Fu ist eine der ältesten dieser chinesischen Wurzeln. Es ist breiter aufgestellt als die meisten dieser Disziplinen: Stand- und Bodenarbeit, Schläge und Tritte, Würfe, Akrobatik, Waffenformen, Qi-Gong-Anteile und meditative Übungen sind alle Teil des Systems.

Wie lange dauert es, bis ich Fortschritte spüre?

Schon nach wenigen Wochen regelmäßigen Trainings wirst du Veränderungen merken: bessere Körperhaltung, mehr Beweglichkeit, ein klarerer Kopf. Eine sichtbare Form-Beherrschung braucht ein paar Monate — und dann geht die Reise erst richtig los. Wir bieten freiwillige Gürtelprüfungen an, die einen klaren Rahmen für deine Fortschritte geben.

Gibt es Sparring oder Vollkontakt?

Im Shaolin-Kung-Fu-Training selbst arbeiten wir ohne Vollkontakt. Wer sportliches Sparring sucht, ist im Sanda-/Kickbox-Training richtig — das ist ein eigener Kurs bei uns. Praktische Anwendung der Kung-Fu-Techniken üben wir kontrolliert und mit Partnern, denen wir vertrauen.

Trainieren Frauen mit?

Selbstverständlich — bei uns trainieren Frauen und Männer in denselben Gruppen. Shaolin Kung-Fu ist keine kraftbetonte Kampfsportart, in der Größe oder Gewicht entscheiden. Technik, Geschwindigkeit und Präzision zählen. Viele unserer fortgeschrittensten Schülerinnen sind Frauen.

Was muss ich zum ersten Training mitbringen?

Bequeme Sportkleidung, Wasser und etwas Zeit für ein lockeres Gespräch nach dem Training. Wir trainieren in der Halle barfuß oder in Socken. Spätestens nach ein paar Wochen empfehlen wir den vereinseigenen Trainingsanzug — Details auf der Seite Trainingsbekleidung.

Wie oft sollte ich trainieren?

Einmal pro Woche reicht für deutliche Fortschritte. Zweimal ist optimal, wenn du tiefer einsteigen möchtest. Aktuelle Trainingszeiten findest du im Trainingsplan.

Was kostet das Training?

Wir haben verschiedene Tarife für Erwachsene, Kinder, Studierende und Geschwister. Die aktuellen Beiträge findest du auf der Seite Preisliste. Ein Probetraining ist kostenlos und unverbindlich — keine Anmeldung nötig.

Komm einfach vorbei!

Für ein Probetraining ist keine Anmeldung notwendig. Schau dir den Trainingsplan an und besuch uns.

Wenn du noch Fragen hast, schreib uns über das Kontaktformular oder lies die Antworten auf der Probetrainings-Seite.